Candide |
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Theaterstück in französischer Sprache für zwei Schauspieler nach dem Roman Candide ou l'optimisme von Voltaire. |
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| Zum Inhalt | ||||||
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Der junge Candide, Held des gleichnamigen Romans von Voltaire, wächst in der Scheinidylle des Schlosses Thunder-ten-Tronck in Westfalen auf. Sein Glück wird jäh unterbrochen, als seine Liebe zu Cunégonde, der Schwester des jungen Barons ruchbar, und er von diesem mit Fußtritten des Schlosses verwiesen wird. In einer Reihe von Abenteuern wird der gutgläubige Candide nun in einer Welt wechselnder Realitäten und Utopien mit Krieg und Katastrophen, mit Machtgier, Grausamkeit, Feigheit und Undank konfrontiert. Wird die Verheißung des Glücks in dieser "besten aller möglichen Welten", wie sein Lehrer und Begleiter Pangloss ihm immer wieder versichert, sich für Candide erfüllen? |
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| Zum Werk | ||||||
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Candide erschien 1759 in Genf; Voltaire schrieb das Werk 1758 im französischen Ferney, nahe der Schweizer Grenze. In Ferney schafft er ein irdisches Paradies, wo man dank nutzbringender Tätigkeit und Toleranz in Wohlstand und Frieden leben kann. Voltaire setzt hier die Erkenntnis, zu der Candide am Ende seiner Irrfahrt gelangt, in die Wirklichkeit um: "Il faut cultiver son jardin." |
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Dieses Werk, stilistisch und thematisch von souveräner Vielseitigkeit, vereint Geschichtliches, Philosophisches und Dichterisches. Voltaire nimmt Bezug auf wichtige private Erlebnisse wie auf die erschütternden Ereignisse seiner Zeit: auf den Siebenjährigen Krieg und auf das Erdbeben von Lissabon. Er bezieht darin aber auch in kämpferisch-polemischer Weise Stellung im philosophischen Streit des 18. Jahrhunderts und führt die Lehre des deutschen Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz, dass unsere Welt die vollkommenste aller möglichen Welten sei, ad absurdum. Zielscheibe von Voltaires sarkastisch boshaftem Stil werden aber auch kirchliche Dogmatik sowie jede Form von religiösem Fanatismus. |
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In Candide entlarvt Voltaire Utopien, Heilslehren und jedes Paradies auf Erden als Illusion und setzt nach kritischer Prüfung allen Seinsspekulationen den Mut zur Arbeit, wenn nicht als letzten Sinn des Lebens, so doch als Möglichkeit, es mit Würde zu bestehen, entgegen. |
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Das Xenia-Theater hat aus diesem Entwicklungs- und Schelmenroman eine Bühnenfassung für zwei Darsteller entwickelt, die Tempo und Figurenvielfalt der Erzählung mit darstellerischer Verwandlungsfähigkeit umsetzt, in der trotz aller Schrecknisse die Leichtigkeit und Ironie Voltaires wichtigstes Stilmittel sind. |
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